Montagedreiecke stellen PV-Module auf Flachdächern in einem definierten Winkel auf. Diese Anleitung beschreibt den grundsätzlichen Aufbau mit Profiness Flat Basic. Ob das System direkt befestigt, auf einem vorbereiteten Schienensystem montiert oder projektbezogen beschwert werden darf, muss vor der Materialbestellung geklärt sein.
1. Dachfläche und Anlagenlayout prüfen
Erfasse zuerst Dachabmessungen, Attika, Lichtkuppeln, Abläufe und alle dauerhaft freizuhaltenden Wartungswege. Gleichzeitig sind Tragfähigkeit, Aufbau und Zustand der Dachabdichtung zu prüfen. Auf Flachdächern wirken besonders in Rand- und Eckbereichen hohe Windsoglasten; dort kann ein größerer Abstand zum Dachrand oder eine andere Befestigung notwendig werden.
Lege Modulausrichtung, Neigungswinkel und Reihenabstand gemeinsam fest. Zu eng stehende Reihen verschatten sich gegenseitig. Zu große Abstände verschenken Fläche. Auch die Entwässerung darf durch Schienen, Dreiecke oder Leitungen nicht behindert werden.

2. Passende Montagedreiecke festlegen
Das Montagedreieck muss zu Modulmaß, gewünschter Neigung und Ausrichtung passen. Bei vormontierten Dreiecken werden die vorgesehenen Verschraubungspunkte verwendet; zusätzliche Bohrungen oder eigenmächtige Änderungen am Profil können die Tragfähigkeit beeinträchtigen.
Prüfe außerdem, wo die oberen Tragprofile später unter dem Modulrahmen liegen. Die Modulklemmen müssen innerhalb der vom Modulhersteller freigegebenen Klemmbereiche sitzen. Erst wenn diese Abstände zusammenpassen, lassen sich Anzahl und Position der Dreiecke sicher bestimmen.

3. Befestigungsart mit dem Dachaufbau abstimmen
Montagedreiecke können nur dann sicher arbeiten, wenn ihre Lasten kontrolliert in das Dach eingeleitet werden. Bei einer direkten Befestigung müssen tragender Untergrund, Befestiger und Abdichtung zusammen freigegeben sein. Ist bereits ein geeignetes Grundschienensystem vorhanden, werden die Dreiecke an den statisch vorgesehenen Punkten darauf montiert.
Eine Dachabdichtung darf niemals ohne abgestimmtes Dichtkonzept durchdrungen werden. Bei einem nicht durchdringenden Aufbau sind Auflage, Bautenschutz und gegebenenfalls Ballast projektbezogen zu bemessen. Die benötigte Beschwerung lässt sich nicht pauschal aus der Anzahl der Module ableiten.
4. Grundschienen parallel ausrichten
Die unteren Schienen werden parallel zueinander und in den geplanten Abständen verlegt. Kontrolliere Diagonalen und Fluchten, bevor alle Verbindungen endgültig angezogen werden. Die Dreiecke müssen später in einer Reihe stehen, damit sich das Modulfeld nicht verwindet.

5. Dreiecke und obere Tragprofile montieren
Setze alle Dreiecke gleich ausgerichtet auf die Grundschienen und befestige sie mit den vorgesehenen Verbindungsmitteln. Danach werden die oberen Tragprofile montiert. Ihre Abstände richten sich nach Modulrahmen und Klemmbereich, nicht allein nach der Breite der Dreiecke.
Erforderliche Querverbände, Schienenverbinder und Dehnungsfugen sind entsprechend Projektplanung und Herstelleranleitung auszuführen. Vor der Modulmontage werden noch einmal Winkel, Schraubverbindungen und Flucht der gesamten Unterkonstruktion kontrolliert.

6. Module sicher befestigen
Die Module werden mit passenden Mittel- und Endklemmen innerhalb ihrer zulässigen Klemmbereiche befestigt. Beginne an einem definierten Anlagenrand und kontrolliere regelmäßig Fugenbreite und Ausrichtung. Bei geneigten Modulen sind die vom System vorgesehenen Maßnahmen gegen Abrutschen zu verwenden.
Abschließend werden Potentialausgleich, Leitungsführung und mechanischer Schutz der Kabel projektbezogen umgesetzt. Kabel dürfen weder auf der Dachhaut liegen noch an scharfen Profilkanten scheuern oder Wasserabläufe kreuzen.

