Dachfläche geteilt durch Modulfläche klingt einfach, führt aber fast immer zu einer zu hohen Modulzahl. Randbereiche, Hindernisse, Klemmbereiche und das konkrete Raster müssen in die Belegung einfließen.
Welche Maße du benötigst
- Breite und Höhe der nutzbaren Dachfläche
- Position und Größe von Fenstern, Gauben und Kamin
- Abstände zu Dachrändern und besonderen Bereichen
- Breite und Höhe des gewünschten Moduls
- geplante hochkant- oder querformatige Montage
Ein einfaches Belegungsraster erstellen
Zeichne jede Dachfläche maßstäblich als Rechteck und trage alle Hindernisse ein. Danach legst du das Modulmaß inklusive eines kleinen Montageabstands als Raster darüber. Prüfe Hochkant- und Querformat getrennt. Eine gemischte Belegung sollte nur verwendet werden, wenn Montagesystem und elektrische Planung dazu passen.
Warum die Nennleistung erst danach kommt
Die Anlagenleistung ergibt sich aus Anzahl der tatsächlich platzierbaren Module multipliziert mit deren Nennleistung. 22 Module mit jeweils 465 Wp ergeben beispielsweise rund 10,23 kWp. Entscheidend ist aber, dass diese 22 Module geometrisch und technisch sinnvoll auf das Dach passen.
Mehrere Dachflächen getrennt betrachten
Ost-, Süd- und Westflächen sollten zunächst separat belegt werden. Anschließend wird geprüft, wie die Modulgruppen den MPP-Trackern des Wechselrichters zugeordnet werden können. Unterschiedliche Ausrichtungen oder starke Verschattung innerhalb eines Strings können die Planung beeinflussen.
Typische Fehler einer schnellen Flächenrechnung
- Gesamtdach statt tatsächlich nutzbarer Fläche verwendet
- Modulzwischenräume und Klemmbereiche vergessen
- Gauben, Dachfenster oder Lüfter zu knapp umplant
- keine zur Schienenrichtung passende Rasterung berücksichtigt
- nur ein Modulformat geprüft
Aus der Belegung wird die Paketgröße
Wenn die realistische Modulzahl feststeht, lassen sich Anlagengröße, Wechselrichter und Unterkonstruktion passend auswählen. Unsere Solarmodule zeigen die jeweiligen Leistungs- und Produktdaten; für ein vollständiges Projekt sollte die Belegung jedoch gemeinsam mit dem Gesamtsystem betrachtet werden.
